
Sie müssen nicht exzessiv getrunken haben oder alkoholabhängig sein, um von einer deutlichen Reduzierung oder einem vollständigen Stopp Ihres Konsums alkoholischer Getränke zu profitieren. Unabhängig davon, ob Sie nur gelegentlich oder regelmäßig trinken, kann der Genuss von Alkohol in den Tagen und Wochen vor dem Eingriff das Komplikationsrisiko stark erhöhen.

Risiken durch Alkohol
Selbst kleine Mengen Alkohol beeinflussen die Reaktion Ihres Körpers auf den Eingriff und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie während oder nach dem Eingriff Probleme bekommen. Alkohol erhöht das Risiko für Herzmuskelverletzungen, Lungeninfektionen, Blutungen und eine schlechte Reaktion auf die Narkosemittel.
Daher wird der Verzicht auf Alkohol sowohl vor als auch nach Ihrem Herzeingriff dringend empfohlen, damit Ihr Körper die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Genesung hat.
Wenn Sie regelmäßig mehr als drei alkoholische Getränke pro Tag trinken, informieren Sie vor Ihrem Eingriff Ihr Behandlungsteam oder Ihre Ärzt:innen. Niemand wird Sie dafür verurteilen. Ihr Behandlungsteam oder Ihre Ärzt:innen müssen darüber informiert werden, weil die Auswirkungen des Alkoholentzugs ebenfalls gefährlich sind und das Komplikationsrisiko im Rahmen des Eingriffs erhöhen.
Die Vorteile, keinen Alkohol zu trinken
Jegliche Einschränkung des Alkoholkonsums in den Wochen vor dem Eingriff verbessert den Erfolg und die Ergebnisse Ihres Eingriffs.
Tipps, die Ihnen helfen, keinen Alkohol mehr zu trinken
Eine Gewohnheit einzustellen ist immer schwierig, auch wenn es nur für ein paar Wochen ist. Hier finden Sie einige Tipps, die Sie motivieren können:
- Legen Sie ein Datum für das Aufhören fest. Schreiben Sie sich das Datum auf, um es „offiziell“ zu machen.
- Denken Sie darüber nach, warum Sie aufhören. Auch das können Sie aufschreiben. Zum Beispiel: „Ich höre am nächsten Dienstag auf, Alkohol zu trinken, damit ich auf meinen Eingriff am Ende des Monats vorbereitet bin und schneller wieder gesund werde.“ Sie können diese Informationen zu Ihrem Get Ready-Leitfaden hinzufügen, damit Sie beim Einloggen daran erinnert werden.
- Gewohnheiten, Orte, Zeitpunkte oder Verhaltensweisen können Ihr Verlangen nach Alkohol auslösen. Überlegen Sie sich Strategien, um diese Situationen zu vermeiden. Dazu gehören auch alternative Aktivitäten, mit denen Sie sich ablenken können.
- Sie könnten beispielsweise spazieren gehen oder eine Freund:in anrufen, um sich zu unterhalten und Unterstützung zu erhalten.
- Legen Sie kleine, erreichbare Ziele fest, wie beispielsweise einen Tag und anschließend eine Woche ohne Alkohol. Belohnen Sie sich, wenn Sie diese Ziele erreichen.
Hilfe und Ratschläge zu Informationsquellen und Selbsthilfegruppen erhalten Sie von Ihrer Hausärzt:in und vom Behandlungsteam.
Viele illegal verwendete Drogen sind Stimulanzien, die das zentrale Nervensystem beeinflussen und das Bewusstsein verändern. Hauptrisiken (neben Abhängigkeit) im Zusammenhang mit dem Konsum von illegalen Drogen sind:
- unkontrollierte Veränderungen von Körpertemperatur, Blutdruck und Herzfrequenz
- Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Dehydrierung
- beeinträchtigtes Urteilsvermögen und riskante Verhaltensweisen, einschließlich Selbstmord, ungeschützter Geschlechtsverkehr und Gewalt
- Vergiftung, Überdosierung und allergische Reaktionen aufgrund von Substanzen, die der Droge beigemischt werden (z. B. Pestizide, Reinigungsmittel oder andere günstigere Medikamente wie Aspirin oder Paracetamol)
- Blutgerinnsel aufgrund von Substanzen, die den injizierten Drogen beigemischt wurden und sich nicht im Blut auflösen (z. B. Talkum, Mehl oder Kreidestaub)
- Herzinfarkte, Krampfanfälle, Schlaganfälle und Atemstillstand